Wie angekündigt möchte ich in meinem dritten Teil etwas über das internationale Friedensnetzwerk namens Nonviolent Peaceforce, also Gewaltfreie Friedenskraft, erzählen.
Deren Arbeit habe ich in Sri Lanka selbst erlebt, als ich dort zehn Tage lang Wahlbeobachter war.
Seitdem arbeite ich dort mit, halte Vorträge über sie, versuche Artikel über sie in Zeitungen und Zeitschriften unterzubringen und - seitdem ich im letzten Jahr auf dem europäischen Treffen in Berlin wie auch auf dem internationalen Treffen in Nairobi war (siehe Eine Friedensnobelpreisträgerin und Der gegenwärtigen Gewalt in Kenia zum Trotz ... ), kenne ich weltweit viele Aktive: Organisatoren und Friedensfachkräfte.
Die Nonviolent Peaceforce wurde Ende 2002 in Neu-Dehli, Indien gegründet als Netzwerk von damals etwa 40, heute 80 Friedensorganisationen aus allen Erdteilen.
Was ist das Ziel dieses Verbandes?
Die Nonviolent Peaceforce ist eine internationale Nicht-Regierungsorganisation, die unbewaffnete, eigens ausgebildete, multinationale Friedensfachkräfte in Krisen- und Konfliktgebiete sendet, um Menschen und ihre Rechte zu schützen, Gewalt zu verhindern und lokalen Friedensstiftern und -initiativen Raum zu verschaffen, um vorhandene Konflikte ohne Gewalt auszutragen.
Voraussetzung für den Einsatz ist eine Einladung durch lokale Gruppen.
Zu den Methoden gehören unter anderem:
- Eskortieren von Aktivisten und bedrohten Gruppen
- Beobachtung/Monitoring/Überprüfen von Gerüchten/Berichte über Menschenrechtslage
- Dazwischenstellen in konkreten Konfliktsituationen
Eine der wichtigsten Grundhaltungen ist die Allparteilichkeit, d.h. es wird mit allen Konfliktparteien gesprochen. Wer dafür werben will, dass Konflikte gewaltfrei ausgetragen werden, muss die Einstellungen und Ängste aller Beteiligten anhören und berücksichtigen.
Was die Nonviolent Peaceforce von anderen Organisationen unterscheidet:
- es wird langfristig angestrebt, große Einsätze mit mehreren hundert Friedensfachkräften in Konfliktgebieten durchzuführen
- die Mitarbeiter in den Konfliktgebieten sollen bezahlt werden, sie sind eben - so wie Soldaten - professionelle Fachkräfte, allerdings im Unterschied zu Militärs Profis in Sachen friedlicher Konfliktaustragung
- die Friedensfachkräfte kommen tatsächlich aus allen Erdteilen und nicht in ihrer großen Mehrheit aus westlichen Ländern
Wie die konkrete Arbeit der Nonviolent Peaceforce aussieht, werde ich beim nächsten Mal erzählen.
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In Guatemala habe ich für meine
Diplomarbeit über die selbst organisierte Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimat recherchiert.
Hallo,







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